Zur erneuten Bedrohung der US-Küste und Erdölförderregion erklärt
Hans-Josef Fell, Sprecher für Forschung und Technologie der
Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen:
Der Klimawandel ist bereits Realität. Die Stürme verwüsten ganze
Küstenregionen und zerstören auch große Erdölförderanlagen - und das in
einer Zeit, in der die globale Erdölförderung sowieso ihr Maximum
erreicht und nicht mehr mit der steigenden Nachfrage mithalten kann. Es
ist dies eine Zeit, in der parteiübergreifend gehandelt werden muss. Wir
fordern Union, SPD und FDP auf, Klima- und Ressourcenschutz als
vordringlich zu erachten. Ökonomisches Denken der Zukunft muss Klima-
und Ressourcenschutz mitdenken, sonst müssen wir alle die Rechnung
zahlen.
Jeder Euro mehr auf der Ölrechnung belastet die angespannten
Staatshaushalte und die Brieftaschen der Bürger. Der Klimawandel
entpuppt sich zunehmend als Verstärker für die Ölpreissteigerungen.
Dabei ist gerade auch der Erdölverbrauch Ursache des Klimawandels.
Diesen Teufelskreis gilt es mit Erneuerbaren Energien zu durchbrechen.
Dazu müssen die Investitionskreisläufe in Zukunft zu den Erneuerbaren
Energien sowie Energiespartechnologien umgeleitet werden. Gemeinsame
Aufgabe der Politik ist es, die Rahmenbedingungen dafür zu setzen.
Wir haben bereits Wege aus der Klima- und der Erdölkrise aufgezeigt.
Wir wollen unsere Vorschläge weiterentwickeln und laden die anderen
Parteien dazu ein, gemeinsam die großen Problemfelder anzupacken. Dies
ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch gemeinsam gelöst
werden muss.