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Aus dem Newsletter vom 26.10.2005

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

 

 

 

Zum gestern veröffentlichten gemeinsamen Papier der vier

Energiemonopolisten und der Gewerkschaften IG BCE und ver.di erklärt

Hans-Josef Fell, MdB Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen:

 

Das im Sinne der vier großen Energiemonopolisten, RWE, E.on, Vattenfall

und EnBW sowie der Gewerkschaften IG BCE und ver.di unterschriebene

Papier ist ein Frontalangriff auf die mittelständische

Wirtschaftsbranche der Erneuerbaren Energien. Mit der Forderung nach

Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke und der verstärkten

Nutzung der Kohle werden zugleich die wichtigsten umweltpolitischen

Ziele missachtet.

 

Vor allem aber zielt es gegen die 150.000 neuen Arbeitsplätze in der

Branche der Erneuerbaren Energien zum Schutze der alten Arbeitsplätze

in der Kohle- und der Atomwirtschaft, die deutlich weniger

Arbeitsplätze aufbringen. Den Gewerkschaften sind 400 gewerkschaftlich

organisierte Arbeitsplätze im Atomkraftwerk lieber als 1.000

Arbeitsplätze bei einem aufstrebenden Solarunternehmen. Mit diesem

strukturkonservativen Papier haben sich die beiden Gewerkschaften ins

Abseits einer zukunftsorientierten Arbeitsmarktpolitik gestellt. Statt

auf Innovationen, neue Arbeitsplätze und ökologische Zukunftsfähigkeit

zu setzen, machen sich IG BCE und ver.di zum Handlanger der

Monopolinteressen der Stromkonzerne. Besonders deutlich wird dies in

den Forderungen zur Energieforschung, wo alleine Kohle, Kernenergie und

richtigerweise Energieeffizienz und Energiespeicherung auftauchen. Kein

Wort finden Sie zur Forschung und dem weiteren Ausbau der

hochinnovativen Erneuerbaren Energien.

 

Eine Umsetzung der Vorschläge wäre zum Schaden des

Wirtschaftsstandortes Deutschland, da sie einzig und allein auf die

klimaschädliche und immer weniger werdenden Ressourcen von Erdöl, Kohle

und Erdgas sowie auf die begrenzte Ressource Atom setzen.

 

Der Frontalangriff in Zeiten der immer deutlicher werdenden

menschenbedingten Extremwetterlagen wie etwa die diesjährige

Hurrikansaison sowie stark steigender Rohölpreise zeugt von einer

strukturkonservativen Sichtweise.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Hans Josef Fell