Unsere Stimme ist gefragt
Inhalt
(1) Großer Erfolg: Auf alle Felle-Tour durch Deutschland
(2) Farbe bekennen: Schwarz-gelb geht gar nicht
(3) Credits: Herzlicher Dank an alle Unterstützer
(1) Großer Erfolg: Auf alle Felle-Tour durch Deutschland
Nach zwei Monaten auf Wahlkampf-Achse kann ich mit Fug und Recht sagen: dieser Aufwand hat sich gelohnt und es hat mir Riesen Spaß gemacht. Ich habe auf meiner Tour über 150 Veranstaltungen in ganz Deutschland besucht und dort meine Botschaft „100% Erneuerbare Energien“ verbreitet. Unter anderen habe ich bei Solarevents, Unternehmen der EE-Branche, grünen Landes- und Kreisverbänden und bei zahlreichen Aktionen der Erneuerbaren-Energien-Community gesprochen. Der Schwerpunkt der Tour lag natürlich in Bayern und meinem unterfränkischen Wahlkreis. Hier war ich – wie schon in den vergangenen Jahren – über 2000 Kilometer mit meinem TWIKE unterwegs. Und ich durfte feststellen, dass auch bei der erneuerbaren Elektromobilität langsam der „grüne“ Samen aufgeht – die vielen engagierten Nachfragen aus dem Publikum und die tolle Medienberichterstattung belegen das.
Als bayerischer Spitzenkandidat der Grünen habe ich aber auch die Grenzen des weißblauen Freistaates überschritten und eine Menge an Städten und Regionen im Bundesgebiet in die Tour aufgenommen. Die zahlreichen Anfragen zu Veranstaltungen haben mich gefreut und es war eine knifflige Aufgabe, die Termine – mit An- und Abreisen, Presseanfragen etc. – zu koordinieren. So machte die „Auf alle Felle – Wahlkampftour“ Station in Hagen, Rosenthal, Erfurt, Plauen, Hannover, Göttingen, Fulda, Magdeburg, Berlin, Darmstadt u.v.m.
Begeistert hat mich das große Engagement der Veranstalter, die für ihre Termine intensiv die Werbetrommel gerührt hatten, und die überaus positive Resonanz der Gäste, Besucher und Medienvertreter. Überall wurde Optimismus ausgestrahlt, bei aller Klarsicht gegenüber den gewaltigen Herausforderungen an unsere Gesellschaft. Überall habe ich Menschen kennen gelernt, die sich für ihre und unsere Lebensbedingungen aktiv einsetzen: als Teilhaber einer Bürgersolar- oder Windkraftanlage, als Fürsprecher für Erneuerbare Energien in der Kommune und im privaten Umfeld, als Chef eines Handwerksbetriebs mit starker EE-Sparte, als Regionalmanagerin, die Erneuerbaren Energien zur Tourismusattraktion ausbauen will. Ja, Deutschland ist erneuerbar – das habe ich auf meiner Tour mit allen Sinnen gespürt.
(2) Farbe bekennen: Schwarz-gelb geht gar nicht
Die CDU hat ihren In-der-Ruhe-liegt-die-Merkel-Wahlkampf mit stoischer Gleichförmigkeit durchgezogen. Die Taktik der Inhaltslosigkeit scheint nun doch nicht in Richtung Schwarz-gelber Mehrheit aufzugehen, traut man den Prognosen. Fakt ist: Schwarz-gelb trainiert schon jetzt die energiepolitische Rückwärtsrolle, um sich fit für die Laufzeitverlängerungen von Atomkraft, sowie zur Demontage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und damit der gesamten Erneuerbaren-Energien-Branche zu machen. Aber warum will man diesen neuen, kräftigen Wirtschaftszweig mit aktuell über 280.000 Mitarbeitern beschneiden? Darauf gibt es nur eine handfeste Antwort: die Interessen der traditionellen Energiewirtschaft, d.h. von vier großen Energiekonzernen in Deutschland, spielen für die schwarz-gelbe Energiepolitik eine wesentliche Rolle. Und diese Interessen kommen nicht damit klar, dass der deutsche Strombedarf bereits heute zu 15 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt wird, dass sich immer mehr Menschen, Unternehmen, Kommunen und Regionen auf den Weg machen, um energetisch autark und unabhängig zu werden. Wir haben es hier mit einem massiven Interessenskonflikt zu tun, der sowohl ökonomische als auch kulturelle Wurzeln hat: zentral versus dezentral, „Von oben“ versus „von unten“, versorgt/passiv versus eigenständig/aktiv. Die WählerInnen haben die Wahl: Entweder keine neuen Arbeitsplätze mit Laufzeitverlängerung der Atomkraft oder noch mal hunderttausende neue Jobs mit Erneuerbare Energien.
Doch neben der Verwässerung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes stehen ausgerechnet die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke sowie der Neubau von Kohlekraftwerken im Fokus von Merkel-Westerwelle.
Für mich ist klar: diese Politik würde den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland – und damit auch weltweit, weil wir hier Vorreiter und Impulsgeber sind – schwer belasten und zum Stillstand bringen. Aus diesem Grund habe ich meinen gesamten Wahlkampf darauf ausgerichtet, Schwarz-gelb zu verhindern. Ich appelliere an Sie, tragen Sie aktiv dazu bei, die Renaissance von Kohle und Atom und die Mesalliance von Merkel und Westerwelle zu verhindern. Dies geht am besten auch mit Ihrer Zweitstimme für Bündnis 90/Die Grünen. Damit unterstützen Sie auch meine politische Arbeit entscheidend.
(3) Credits: Herzlicher Dank an alle Unterstützer
An dieser Stelle möchte ich mich besonders herzlich bei allen bedanken, die mich bei der Auf alle Felle- Kampagne und meiner Tour unterstützt haben.
Dazu zählen vor allem alle Veranstalter vor Ort, alle WahlhelferInnen in meinem Wahlkreis sowie meine Frau Annemarie!
Unterstützen Sie meine Vision für 100% Erneuerbare Energien: mit ihrer Zweit-Stimme für Bündnis 90 / Die Grünen tragen Sie dazu bei, dass mein Engagement für die Energiezukunft auch im nächsten Bundestag Gewicht hat.
Berlin, den 26.09.2009
Auf alle Felle!
Ihr Hans-Josef Fell MdB