Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Zu dem Erdbeben im Saarland in Folge des Kohlebergbaus erklärt Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag:
Kohle darf nicht mehr aus Abbaugebieten kommen, die durch den Abbau Schäden erleiden.
Wir fordern daher eine Nachhaltigkeitsverordnung für Kohle nach dem Vorbild der Bioenergie. Diese muss ebenso für heimische Kohle wie für Importkohle gelten, für Steinkohle wie für Braunkohle.
Die Kriterien dafür müssen vor allem sein: keine Schädigung der Umgebung beim Abbau, etwa durch Erdbeben; keine Zerstörung von Dörfern oder wertvollen Naturgebieten; keine unmenschlichen Arbeitsbedingungen; keine Klimaschädigung, keine Übernutzung oder gar Schädigung wichtiger Wasserressourcen.
Kohle, die diese Kriterien nicht erfüllt, soll hierzulande nicht mehr verbrannt werden dürfen.
Wenn schon in Deutschland durch den Kohleabbau Dörfer abgebaggert oder durch Erdbeben zerrüttet werden, stellt sich die Frage, wie es in Russland, Südafrika, Indonesien, Bolivien und den anderen Ländern ist, von denen Kohle importiert wird. Die Befürworter von Kohlekraftwerken haben bis heute nicht den Nachweis erbracht, dass der Kohleabbau in den Herkunftsgebieten umwelt- und sozialverträglich stattfindet. Dies muss sich ändern.
Logische Konsequenz eines Nachhaltigkeitsnachweises für Kohle ist die sofortige Beendigung des Steinkohlebergbaus im Saarland sowie der Verzicht auf das Abbaggern von Dörfern für den Braunkohleabbau.
Ihr Hans-Josef Fell MdB
Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/ Die Grünen
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: 030 - 227 72 158
Fax: 030 - 227 76 369
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