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Zwischenfall in slowenischen AKW: Für Entwarnung zu früh

Zum Zwischenfall im slowenischen Atomkraftwerk in Krsko erklärt Hans-Josef Fell, energiepolischer Sprecher:

Der Zwischenfall im slowenischen Atomkraftwerk Krsko zeigt auf kritische Weise, wie unkalkulierbar diese Risikotechnologie selbst in einem Land ist, das gegenwärtig die europäische Ratspräsidentschaft inne hat. Nur durch Glück ist es nicht zu einer Katastrophe gekommen. Für eine Entwarnung ist es zu früh.
Radioaktives Kühlwasser ist aus dem Primärkühlsystem des Reaktors ausgetreten. Fachleute gehen davon aus, dass dies zu einem Druckabfall im System geführt haben muss. Das ist die erste Stufe zu einer Kernschmelze, zu der es 1986 auch in Tschernobyl kam.
Die europaweite Warnmeldung signalisiert Ohnmacht – keine Sicherheit!
Die Aussage von Kommissar Piebalgs, er habe damit ein "Beispiel für Transparenz" geben wollen, täuscht den Bürgerinnen und Bürgern lediglich vor, die Lage sei im Griff. Denn eine solche Sofort-Meldung ist nur für den Fall vorgesehen, dass ein "schwerer Störfall" zu befürchten ist.
Der Betreiber, die EU-Kommission sowie die slowenischen Behörden müssen die Öffentlichkeit rasch aufklären. Die Bundesregierung muss zügig alle ihr bekannten Informationen zum Zwischenfall veröffentlichen.
Der Zwischenfall vom Mittwochabend zeigt, dass die Europäische Union mit ihrem atomfreundlichen Kurs auf einem höchst gefährlichen Weg ist. Atomkraft ist eine unkalkulierbare Risikotechnologie, keine Lösung zu Energieversorgung und erst Recht nicht für Mensch und Umwelt.

Ihr Hans-Josef Fell MdB

Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/ Die Grünen

Platz der Republik 1
11011 Berlin

Telefon: 030 - 227 72 158
Fax: 030 - 227 76 369

www.hans-josef-fell.de

Bei mir werden Erneuerbare Energien groß geschrieben!
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